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23.10.2017, 22:30 Uhr
Politik beginnt mit der Wahrnehmung der Wirklichkeit
Radebeuler CDU analysiert die Bundestagswahl
Konzentriert und intensiv analysierten die Radebeuler Christdemokraten in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in der Gaststätte  „Zu den Linden“ die Ursachen der dramatischen Verluste bei der Bundestagswahl. Landtagsabgeordneter Dr. Matthias Rößler moderierte und  informierte aus erster Hand auch über die für alle überraschende Rücktrittsankündigung von Ministerpräsident Stanislaw Tillich.
 
Wie konnte es dazu kommen, dass die CDU in Sachsen und auch im Kreis Meißen weniger Stimmen als die AfD bekommen hat und was folgern wir  daraus? So lautete die Kernfrage des Abends. 
 
Die Ergebnisse des Abends lassen sich wie folgt zusammenfassen: 
Engagierte Diskussion zur Wahlauswertung
Viele Menschen sind verärgert, weil  Entwicklungen, die  ihnen persönlich wichtig sind,  Politik und öffentliche Meinung über Jahre hinweg zu ignorieren scheinen:
  • Da gibt es die Sorge, dass sich Deutschland auch in Teilen Sachsens mittelfristig so verändert, dass Deutsche zur Minderheit im eigenen Land werden können. 
  • Da gibt es die Furcht, dass der Staat durch unkontrollierte Zuwanderung seine Handlungsfähigkeit verliert und fremde Konflikte bei uns ausgetragen werden.
  • Keiner kann verstehen, wieso junge Lehrer in Sachsen jahrelang keine Anstellung bekamen, in die westlichen Länder abwandern mussten und heute in Sachsen Lehrer fehlen.
  • Und schlimmer noch, bei Themen wie dem Wegfall der Grenzkontrollen zu Polen und Tschechien fielen Reden und Wirklichkeit diametral auseinander. Die Politik versprach weiterhin Schutz und  Sicherheit. Viele Bürger erfuhren deutlich steigende Einbrüche und Diebstähle.  Und dann antwortete die Politik mit massivem Stellenabbau bei der Polizei.
  • Was jahrelang in der CDU als  richtig galt, wird plötzlich ohne Diskussion vom Tisch gewischt. Stichworte sind Energiewende, Abschaffung der Wehrpflicht und die Ehe für alle.  Das irritiert nicht nur CDU-Mitglieder. 
Die Radebeuler Christdemokraten sind  sich  einig. Es gab leider genug Gründe, der regierenden CDU an der Wahlurne einen Denkzettel zu verpassen. Und diese können auch vor unserer Haustüre liegen, wie der frühere Wahnsdorfer CDU-Ortschaftsrat Kristian Steubler berichtete: „Seit 1990 versuchen wir einen sicheren Fußweg nach Boxdorf zu bekommen. Leider scheitern alle Bemühungen. Im Winter zu laufen, ist für Fußgänger unzumutbar. Das gleiche gilt für die Pflasterstraße nach Reichenberg.  Die Bürger interessieren sich nicht für Zuständigkeiten, sondern für einen Fertigstellungstermin.“ 
 
Mit Skepsis verfolgen die Radebeuler Christdemokraten die Berliner Beratungen über eine Jamaika-Koalition. Zentrale Positionen der Grünen liegen quer zur großen Mehrheitsmeinung der Bevölkerung. 70 % der Bevölkerung sind für eine Obergrenze bei der Zuwanderung, 70 % der Bevölkerung wollen am Verbrennungsmotor festhalten, mehr als 60 % fordern mehr Videoüberwachung im öffentlichen Raum.  Wahlkreisabgeordneter Matthias Rößler warnte: “Wer die Braunkohle dicht macht und den Verbrennungsmotor abschafft, der legt die Axt an den Wurzeln unseres Wohlstandes in Sachsen.“ Rößler verwies zum Beleg auf die aktuellen Meldungen, wonach das Görlitzer Siemenswerk für Gasturbinen möglicherweise geschlossen wird. 
 
Umso wichtiger ist es für die Radebeuler CDU, dass sich Ministerpräsident Tillich jetzt ganz auf die Einbringung sächsischer Interessen  in die Berliner Verhandlungen konzentrieren kann. 
 
Vertrauen zurückzugewinnen braucht Ausdauer und Geduld. „Nehmen wir die Themen auf, die die Menschen bewegen und konzentrieren wir uns auf das, wo wir auch tatsächlich etwas verändern können“, regte Radebeuls CDU-Vorsitzender Werner Glowka an. 
 
Und erste Ideen für politische Initiativen haben die Radebeuler Christdemokraten auch schon: 
  • Der Fußweg von Wahnsdorf nach Boxdorf muss kommen. Das wollen wir mit  der Moritzburger CDU gemeinsam anschieben.
  • Wichtig ist eine Neuausrichtung der Familienpolitik. Drei Kinder pro Familie sollte Leitbild für die Politik im Freistaat und den Kommunen  werden. Stellen wir eine Familie mit drei und mehr Kindern so, wie eine Familie mit einem Kind z.B. bei Kitabeiträgen, Klassenfahrten, Eintrittsgeldern, Fahrkarten  (3 = 1 -Prinzip).
  • Kriminelle Flüchtlinge, die aus welchen Gründen auch immer, noch nicht abgeschoben werden können, haben in kommunalen Unterkünften nichts zu suchen. Sie erschweren das Zusammenleben mit allen, die sich an Recht und Gesetz halten. Hier ist der Freistaat gefordert, diese gesondert unterzubringen und für die nötigen Sicherheitsmaßnahmen zu sorgen.
CDU-Vorsitzender Werner Glowka fasst den Abend zusammen: “Die rege Diskussion  zeigt, dass wir in Radebeul eine lebendige Partei sind, die um den besten Weg ringt, weil uns das Wohl unseres Landes und seiner Menschen am Herzen liegt. Besonders freuen wir uns, dass wir seit der Wahl bereits vier neue Mitglieder begrüßen konnten. Das macht Mut! Die Anregungen des heutigen Abends werden wir in die weitere Diskussionen auf Kreis- und Landesebene einfließen lassen.“
 
Mit dem Gesang der Nationalhymne klang ein denkwürdiger Abend aus.

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